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7 Tipps für den Umgang mit Ihrer Trauer

Das Leben ist nicht unendlich und jeden von uns kann es treffen. Jeder von uns kann in eine Situation kommen, die eine große Trauer auslöst. Der Umgang mit der Trauer kann dann viele Unsicherheiten auslösen. Wichtig ist jedoch, dass Sie Ihre Trauer zulassen und diese nicht unterdrücken. Während andere Personen Ihre Trauer offen zeigen können, gibt es auch andere Menschen, die sich schwer damit tun. Jede Trauer ist individuell und das ist auch in Ordnung so. Aber es gibt ein paar Tipps, die Ihnen helfen können.


1. Lassen Sie Ihre Gefühle zu

Es ist sehr wichtig, dass Sie Ihre Gefühle nicht unterdrücken. Sie müssen auch nicht stark sein und dürfen Ihre Trauer zeigen. Trauer ist menschlich und Ihre Gefühle sind verständlich. Das Trauern ist ein Ausdruck des Verlustes und gleichzeitig eine Bewältigungssache. Nur wenn Sie Ihre Gefühle zulassen, erlauben Sie es sich selbst Ihre Trauer zu verarbeiten. Ein Verdrängen der Trauer schadet Ihnen auf Dauer mehr, als es Gutes tut. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie nun bereits seit einigen Tagen, Wochen, Monaten oder sogar schon seit mehr als einen Jahr trauern. Sie allein entscheiden, wann und wie lange Sie trauern. Und Sie dürfen trauern, solange Sie wollen und so emotional wie notwendig.


2. Sprechen Sie über Ihren Verlust

Reden ist die beste Medizin. Das gilt auch für die Trauerbewältigung. Sprechen Sie über Ihre Gedanken, über Ihren Schmerz und Ihre Gefühle mit Ihren Familien-Mitgliedern, Freunden oder Bekannten. Über die eigene Trauer zu sprechen, kann befreiend sein. Es tut einfach gut, darüber zu sprechen und seine Gedanken loszuwerden.


3. Schreiben Sie Ihre Gedanken auf

Falls Sie nicht gerne über Ihren Schmerz und Ihre Gefühle reden, dann kann es Ihnen helfen, dass Ihre Gedanken aufschreiben. Beim Niederschreiben tritt derselbe Effekt in Kraft – nur teilen Sie Ihre Gedanken mit niemanden. Dabei kann das Aufschreiben Ihrer Gedanken wie bei einer Art Tagebuch erfolgen. Oder Sie schreiben einen Brief an die verstorbene Person, auch wenn diese nicht mehr da ist. Letzteres eignet sich vor allem, wenn es noch Dinge gibt, die Sie der verstorbenen Person noch gerne gesagt hätten oder auch, wenn Sie verabschieden wollen. Dabei gilt – es ist alles erlaubt, was Ihnen guttut.


4. Tun Sie sich was Gutes – Ablenkung

Vielleicht kennen Sie es ja – Sie lassen sich hängen, wollen sich am liebsten den ganzen Tag im Bett oder auf der Couch verkrümeln und am besten niemanden sehen oder sich sehen lassen. Aber stehen Sie auf! Lassen Sie sich nicht hängen und tun Sie sich selbst etwas Gutes. Gönnen Sie sich einen Pflege-Abend, eine heiße Badewanne, eine Gesichtsmaske oder einen Friseur-Besuch. Und dann sorgen Sie für etwas Ablenkung. Sie haben es verdient. Stürzen Sie sich in ein Projekt, in Arbeit, Sport, gehen Sie in der Stadt bummeln oder unternehmen Sie einen Ausflug in den Zoo. Gehen Sie unter Menschen und vergessen Sie bitte nicht, dass Sie noch weiterleben dürfen.


5. Strukturieren Sie Ihren Alltag neu

Irgendwann kommt der Moment, wo Sie wieder ins volle Leben zurück gehören, und dann wird es meist auch Zeit seinen Alltag wieder neu zu regeln. Das kann von heute auf morgen passieren – oder auch schrittweise. Dabei gibt es keinen Zeitdruck und keine genaue Anleitung. Doch wichtig ist, dass Sie Ihre gewohnten Abläufe wiederherstellen. Wann stehen Sie auf, wann frühstücken Sie, welche Aufgaben machen Sie wann, wie und am besten? Welche Arbeiten sollten Sie wieder aufnehmen und vieles mehr. Umso schneller Sie wieder in den Alltag finden, umso leichter wird Ihnen die Trauer auch fallen.


6. Holen Sie sich Hilfe, wenn nötig

Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie aus Ihrer Trauer einfach nicht rauskommen und Sie niemanden zum Reden finden, dann sollten Sie sich nicht scheuen und professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Für viele mag das oftmals abschreckend klingen, aber eine neutrale Hilfe kann nochmal viel entlastender wirken als der eigene engere Kreis. Dabei können Sie sich zum Beispiel an Ihren Hausarzt, einen Therapeuten oder auch an eine Selbsthilfegruppe wenden.


7. Tauschen Sie sich mit anderen Trauernden aus

Oft haben Trauernde das Gefühl, dass Sie von allen anderen nicht verstanden werden. Dass Ihre Mitmenschen die Trauer einfach nicht nachvollziehen können. Manchmal tut es dann gut mit jemanden darüber zu reden, der auch einen geliebten Menschen verloren hat oder ähnlich Schweres durchlebt hat. So jemanden kann man über ebenso über eine Selbsthilfegruppe finden oder sogar über ein Internetforum. Aber eventuell kennen Sie bereits jemanden in Ihrem eigenen Umfeld?